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Krankensalbung

Die Sieben Sakramente der Katholischen Kirche sagen dem Gläubigen an wichtigen Wendepunkten des Lebens Gottes liebende und heilende Nähe zu. In schwerer Krankheit, in Lebensangst und Todesnähe vermittelt die Krankensalbung Kraft und Trost.

In welchen Situationen wird das Sakrament der Krankensalbung gespendet?

Bei vielen katholischen Christen ist das Sakrament als „Letzte Ölung“ fest im Bewusstsein verwurzelt. Der lateinische Begriff „extrema unctio“ muss aber nicht zwingend zeitlich, also als „letzte“ Handlung im Leben eines Menschen verstanden werden, sondern deutet auch auf den sakramentalen Beistand in „extremer“ Lebensangst hin.

Infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) spricht die Kirche nun lieber von der „Krankensalbung“, um deutlich zu machen, dass diese sakramentale Zuwendung Gottes nicht nur in akuter Todesgefahr, sondern auch weit im Vorfeld bei schwerwiegender gesundheitlicher Belastung eines Menschen helfen möchte.

Die Mitteilung einer ernsten Diagnose oder die Situation vor einer schweren Operation können Gelegenheit für die Krankensalbung sein. Wer lange Zeit bettlägerig ist, kann das Sakrament auch mehrmals empfangen.

So wird die Krankensalbung gefeiert

Nach einem Eröffnungsgebet, der Bitte um Vergebung der Schuld, einer kurzen Schriftlesung und Fürbitten spricht der Priester ein Lobgebet über das geweihte Öl. Dann legt er dem kranken Menschen die Hände auf die Stirn und salbt anschließend seine Stirn und seine Hände mit einem Kreuzzeichen. Dabei spricht er:

Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf. Amen.

Mit dem Vaterunser und dem Segen endet die Feier der Krankensalbung.

Der biblische Hintergrund der Krankensalbung

Die Evangelien berichten von Jesu Liebe und Nähe zu den Kranken (z.B. Heilung eines Blinden Mk 10,46-52 oder „Jesus heilte alle Kranken“, z.B. Lk 4,40). Handauflegung und Zuspruch spielen dabei immer eine wichtige Rolle. Neben dieser Lebenspraxis Jesu kommt auch die damalige Wertschätzung des Öls bei der Entwicklung der Krankensalbung zum Tragen. Das Salböl war nicht nur Ausdruck besonderer Würde (vgl. „Christus“: der Gesalbte, der König), sondern auch als Heilmittel bei den Ärzten in Gebrauch.

Salben bedeutet, jemanden Vertrautheit und Nähe spürbar werden lassen. So ist im Brief des Apostels Jakobus an seine Gemeinde schon davon die Rede, Kranke im Namen Jesu, des Gesalbten, mit Öl zu salben:

„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ (Jak 5,14f)

 

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